Märchen, Mythen und Sagen verbinden uns mit unseren Ahninnen und Ahnen. Viele dieser Erzählungen wurden über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und auch heute noch kann man darin einen unerschöpflichen Vorrat an Weisheit, Altem Wissen und Magie entdecken.

Der Begriff „Magie“ wird meist als Schwindel oder Aberglaube abgetan. Magie ist jedoch tief in unserem kulturellen Gedächtnis verwurzelt. Sie ist ein wichtiger Teil unserer Kulturgeschichte und eng verbunden mit Philosophie, Psychologie und Religion, sowie den Anfängen aller wissenschaftlichen Forschung. Magie beruht unter anderem auf dem Wissen, dass alle Dinge miteinander in Verbindung stehen und wir durch unsere Gedanken und inneren Bilder unsere Lebenswirklichkeit erschaffen oder zumindest maßgeblich beeinflussen. Die Macht der Gedanken und des Glaubens wird von der modernen wissenschaftlichen Forschung, unter anderem der Quantenphysik, inzwischen keineswegs mehr belächelt, sondern als absolute Größe anerkannt.

Auch viele Religionen und Weltanschauungen basieren auf der Vorstellung, dass die Realität sich nicht auf die physisch erfassbare Welt beschränkt, sondern parallel dazu auch eine andere geistige oder feinstoffliche Welt existiert. In dieser anderen Welt leben auch geistige oder feinstoffliche Geschöpfe – Göttinnen und Götter, Engel, Natur- und Elementargeister, Feen, Elfen oder Trolle. Dabei spielt es im Grunde keine große Rolle, ob diese Wesen tatsächlich auf einer geistigen Ebene existieren oder nicht, sind sie doch auf kultureller und seelischer Ebene von großer Bedeutung. Oftmals sind sie Manifestationen von Archetypen, inneren Grundprinzipien oder seelischen Prozessen. In jedem Fall aber berühren sie uns, inspirieren sie uns und können unserem Leben einen ganz besonderen Zauber verleihen.

Die Beschäftigung mit Mythen, Sagen, Märchen oder Fabeln ist eine Möglichkeit, uns dieser anderen Welt anzunähern und deren Schönheit und tiefe Weisheit zu entdecken.